Möglichkeiten um an steigenden Immobilienpreisen zu partizipieren

Vor einiger Zeit gab es einer Artikel von mir, in dem ich die Lage auf dem deutschen Häusermarkt dargestellt habe. Wollt ihr noch einmal mein Resümee zur Lage des Immobilienmarktes lesen? Schaut einfach hier vorbei!

 

Da man mit Wissen alleine an der Börse wenig anfangen kann, sondern man auch das Werkzeug braucht um es anzuwenden, habe ich euch mal ein paar Möglichkeiten raus gesucht, um von steigenden Immobilienpreisen zu profitieren.

 

 

 

Haus kaufen

 

Klar ist, um vom Häusermarkt zu profitieren, muss man selber in irgendeiner Weise in Immobilien investiert sein. Was liegt da näher, als sich ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen. Man ist nicht mehr abhängig von Mietpreisen und Vermieter und gewinnt auch ein Stück finanzielle Freiheit. Und die Bedingungen sind gut. Die Darlehenszinsen für Hypothekendarlehen mit 10-jähriger Sollzinsbindung liegt zwar nicht mehr auf dem Rekordniveau vom letzten Jahr, doch mit knapp unter 2,0% Zinsen kann man sich noch günstige Zinsen für seine Baufinanzierung sichern. Denn es ist nicht klar, wie lange die EZB die Zinsen noch so niedrig hält. Immerhin hat die Fed auch schon angefangen, die Zinsen langsam zu erhöhen. Auf Seiten der EZB gab es in den letzten Wochen aufgrund der „guten“ Inflationsrate auch schon Anspielungen in Richtung steigender Zinsen. Zwar sind vieler Orts die Immobilienpreise in den letzten Jahren um fast 50% gestiegen, das liegt jedoch auch an den guten Finanzierungsmöglichkeiten.

 

Eine Immobilie ist immer noch eine gute Möglichkeit, um für das Alter vorzusorgen. Alleine die Kostenersparnisse nach der vollständigen Finanzierung der Immobile machen die Türen für neue finanzielle Freiheiten im Alter auf. Und anders als bei Aktien oder anderen Vermögensgegenständen hat man eine Anlageform, die werthaltig ist und wenige Schwankungen aufweist. Jedoch ist eine Immobilie nicht für jeden, vor allem die hohen Anschaffungs-, Notar- und Maklerkosten schrecken viele Leute ab.

 

 

 

 

Geschlossene Immobilienfonds

 

Und jetzt hol ich für euch mal die Schatzkiste raus: schon fast vergessen in den Unweiten der Assetformen sind die geschlossenen Beteiligungen. In den „prächtigen“ Jahren vor der Finanzkrise waren Sachwertfonds der Kassenschlager, nicht unwesentlich dazu beigetragen haben die Banker, die sie verkauft haben. Beim Verkauf von Beteiligungen winkten hohe Prämien für Bank und Berater. In den Jahren nach der Finanzkrise sind viele dieser Fonds aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage zusammengebrochen und mussten liquidiert werden. (Man darf sich von dem Wort „Fonds“ in diesem Fall nicht beirren lassen. Bei geschlossenen Fonds handelt es sich unternehmerische Beteiligungen.)

 

Bis zu diesem Teil der Story versteht natürlich noch niemand von euch warum ich diese Assetklasse als aussichtsreich erachte. In den letzten Jahren haben sich viele dieser Fonds jedoch erholt und trotzdem sind bei einigen die Zweitmarktpreise dieser Fonds gesunken. Macht wenig Sinn, ist aber so. Grund dafür ist, dass vornehmlich Privatanleger auf diesem unregulierten Markt tätig sind und der Verkaufsdruck extrem hoch ist. Daher haben diese Märkte auch bei verbesserten Unternehmensdaten eher Potenzial nach unten. Selektion ist auf diesem Markt enorm wichtig. Da geschlossene Immobilienfonds unter Generalverdacht stehen, sind dort bei einigen Fonds Unterbewertungen entstanden. Ein Artikel, in dem ich den Markt für geschlossene Beteiligungen noch mal ausführlich erkläre, wird in einigen Wochen von mir hochgeladen. Bis dahin könnt ihr euch ja mal die Handelsplattform für geschlossene Beteiligungen Zweitmarkt.de anschauen.

 

 

 

 

Aktien

 

Ich denke mal die mit geläufigste Form, die Anleger kennen um von steigenden Immobilienpreisen zu profitieren, sind Aktien. Doch meist ist der einfachste Weg nicht auch der beste Weg. Natürlich kann ich nicht verleugnen, dass Immobilien-Aktien in den letzten Jahren super gelaufen sind und Investoren ordentlich Kasse gemacht haben. Doch rate ich immer wieder dazu, eine ordentliche Diversifikation ins Portfolio zu bringen. Und wo wäre das einfacher als bei einem Sachwert wie Immobilien. Wie ihr an diesem Artikel seht, gibt es genügend Alternativen zu Aktien. Bei den meisten Branchen wäre eine Diversifikation nicht so einfach und deswegen sollte man diese vorteilhafte Lage nutzen. Für alle, die Aktienfanatiker unter euch, die trotzdem nicht auf Aktien verzichten wollen, hab ich natürlich eine kleine Auswahl von den Aktien zusammengestellt, die ich als die aussichtsreichsten erachte.

 

1. Patrizia Immobilien

 

2. Vonovia

 

 

 

 

Offene Immobilien

 

Mein absoluter Favorit sind die offenen Immobilienfonds! In vielen Portfolios, die ich aus der Arbeit kenne, sind offene Immobilienfonds ein maßgeblicher Bestandteil. Gerade in der aktuellen Zinslandschaft, in der es nicht mehr viele Optionen gibt Rendite zu erwirtschaften, haben sich die offenen Immobilienfonds als robuste Säule in den Portfolios erwiesen. Sie hatten bisher einen stetigen Wertanstieg und eine gute Ausschüttungsrendite. Kurz um, viele Kunden die ich kenne, nutzen offene Immobilienfonds als Alternative zu Anleihen. In Zeiten wo immer mehr Experten die Anleger dazu trimmen wollen in Aktien zu investieren, kann ich euch nur raten eine Streuung in euer Depot zu bringen. Ein wesentlicher Bestandteil dabei, dürfen auch Immobilienfonds sein. Es müssen nicht immer Aktien sein!

 

Hinter dem Immobilienfonds steckt immer noch ein Sachwert, anders als bei Aktien handelt es sich hierbei nicht um eine Unternehmensbeteiligung. Sachwerte erweisen sich in Krisenjahren auch als wertstabile Anlage. Und positiv ist (gerade für die unter euch, die gerade mit den investieren anfangen und vielleicht noch nicht so viel Geld zurückgelegt haben, um es zu investieren), dass man auch mit geringen Volumina offene Immobilienfonds handeln kann. So kann man am Besten neben dem Kauf von Immobilien von den Wertsteigerungen profitieren, ohne dass man Kredite aufnehmen muss oder selber eine Immobilie erwerben muss. Falls ich euch noch nicht von offenen Immobilienfonds überzeugt konnte, rate ich euch einfach mal meinen absoluten Renditebringer anzuschauen. Und für alle die, die ich schon vorher für Immobilienfonds begeistern konnte, werden offene Immobilienfonds jetzt lieben!

 

Der Catella Max ist die Perle unter den offenen Immobilienfonds. Seit 2010 verzeichnete er eine Wertsteigerung von 65%, die selbst viele Aktien in den Schatten stellen dürfte und laufende Ausschüttungen die Zinsen von Anleihen verblassen lassen.

 

 

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Welt der Immobilien geben.

Welche Anlageform würdet ihr nutzen, um von den steigenden Immobilienpreisen zu profitieren oder habt ihr vielleicht schon vorgesorgt? Schreibt es mir in die Kommentare!

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