
Der Glaube, Vermögensaufbau sei nur etwas für Reiche, ist dank moderner Technologie endgültig überholt.
- Kostenlose Sparpläne bei Neo-Brokern wie Trade Republic oder Scalable Capital machen hohe Gebühren überflüssig.
- Aktienbruchteile ermöglichen es Ihnen, selbst mit 25 € in teure Aktien wie Amazon oder Google zu investieren.
Empfehlung: Die effektivste Strategie für Einsteiger ist ein simpler, vollautomatischer ETF-Sparplan auf einen Welt-Index bei einem der führenden kostenlosen Anbieter.
Die Vorstellung, mit nur 25 € im Monat ein Vermögen aufzubauen, klingt für viele wie ein Märchen. Man liest von beeindruckenden Aktiengewinnen und komplexen Anlagestrategien und kommt schnell zu dem Schluss: Das ist eine andere Welt, eine Welt für Menschen mit viel Geld und Expertenwissen. Die meisten Bankberater würden bei solch kleinen Beträgen müde lächeln und auf das gute alte Sparbuch verweisen, das bei der aktuellen Inflation jedoch nur eines garantiert: einen schleichenden Wertverlust Ihres Geldes.
Doch was wäre, wenn diese alten Regeln nicht mehr gelten? Was, wenn die grösste Hürde – die hohen Kosten und der exklusive Zugang – einfach weggefallen ist? Die Finanzwelt hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Eine stille Revolution, angetrieben von Technologie und neuen Anbietern, hat die Türen zum Kapitalmarkt für absolut jeden geöffnet. Es geht nicht mehr darum, ob man Tausende von Euro zur Verfügung hat, sondern darum, ob man die neuen, smarten Werkzeuge zu nutzen weiss.
Dieser Artikel bricht mit dem Mythos, dass Investieren ein Privileg ist. Wir zeigen Ihnen nicht nur, dass es möglich ist, mit 25 € pro Monat zu starten, sondern auch, wie das moderne Finanz-Ökosystem in Deutschland gezielt darauf ausgelegt ist, genau solche kleinen Beträge wachsen zu lassen. Wir werden die besten Plattformen analysieren, die tödlichen Kostenfallen der alten Bankenwelt aufdecken und Ihnen ein System an die Hand geben, das fast von allein für Sie arbeitet. Es ist Zeit, die Kontrolle über Ihre finanzielle Zukunft zu übernehmen – egal, wie klein der erste Schritt ist.
Dieser Leitfaden ist Ihr Kompass durch die neue Welt des Investierens. Er zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die richtigen Entscheidungen treffen, um aus Ihrem monatlichen Beitrag ein solides Fundament für Ihr Vermögen zu schaffen.
Inhaltsverzeichnis: Ihr Weg zum Vermögensaufbau mit 25 Euro
- Trade Republic oder Scalable: Wo können Sie wirklich kostenlos sparen?
- Wie Sie Amazon oder Google kaufen können, auch wenn eine Aktie 100 € kostet?
- Wie aus dem Verzicht auf zwei Kaffees pro Woche 10.000 € werden?
- Warum Sie bei kleinen Beträgen Banken mit fixen Ordergebühren meiden müssen?
- Wie Sie mit der „Einen-Prozent-Regel“ Ihre Sparrate schmerzfrei steigern?
- Pantoffel-Portfolio oder 70/30:Wie erzielen Sie einen positiven Cashflow trotz hoher Zinsen und Bewirtschaftungskosten?
- 1,50 € oder kostenlos: Welcher Broker ist der beste für kleine Sparraten?
- Wie bauen Sie ein Vermögens-System, das ohne Ihre ständige Eingriffe wächst?
Trade Republic oder Scalable: Wo können Sie wirklich kostenlos sparen?
Die wichtigste Neuerung für Kleinanleger sind die sogenannten Neo-Broker. Zwei Namen dominieren den deutschen Markt: Trade Republic und Scalable Capital. Beide haben das Investieren revolutioniert, indem sie das anbieten, was früher undenkbar war: dauerhaft kostenlose ETF- und Aktien-Sparpläne. Das bedeutet, dass jeder einzelne Ihrer 25 € ohne Abzüge direkt in Ihre Anlage fliesst. Bei traditionellen Banken ist das oft nicht der Fall, wo Gebühren Ihre kleine Sparrate von Anfang an empfindlich schmälern.
Doch wo liegen die Unterschiede und gibt es einen Haken? Für den reinen Sparplan-Anleger sind die Unterschiede minimal. Beide bieten Tausende von sparplanfähigen ETFs und Aktien an, die Sie ab einer Rate von nur 1 € besparen können. Die Ausführung Ihres monatlichen Sparplans ist bei beiden Anbietern zu 100 % gebührenfrei. Erst wenn Sie einzelne Aktien oder ETFs ausserhalb Ihres Sparplans kaufen oder verkaufen, fallen minimale Gebühren an – meist um 1 € pro Transaktion. Für einen reinen „Set-and-Forget“-Ansatz, den wir für Einsteiger empfehlen, ist dies jedoch irrelevant.
Die folgende Tabelle gibt einen klaren Überblick über die entscheidenden Konditionen für Sparplan-Anleger bei den beiden Marktführern. Wie Sie sehen, sind die Kernangebote für Ihren Start nahezu identisch und optimal auf kleine Beträge zugeschnitten.
| Kriterium | Trade Republic | Scalable Capital |
|---|---|---|
| ETF-Sparpläne | Über 2.600 | Über 2.700 |
| Sparplangebühren | 0€ | 0€ |
| Mindestrate | 1€ | 1€ |
| Handelsplätze | LS Exchange | Gettex, Xetra |
Die Wahl zwischen den beiden hängt oft von persönlichen Vorlieben bei der App-Bedienung oder zusätzlichen Features ab, wie etwa den Zinsen auf nicht investiertes Guthaben, die Trade Republic anbietet. Für den Start mit einem 25-Euro-Sparplan machen Sie jedoch mit keinem der beiden einen Fehler. Die entscheidende Nachricht ist: Die Demokratisierung der Geldanlage ist real, und die grösste Einstiegshürde – die Kosten – ist gefallen.
Wie Sie Amazon oder Google kaufen können, auch wenn eine Aktie 100 € kostet?
Eine weitere Hürde, die Anleger mit kleinem Budget früher abschreckte, waren die hohen Kurse einzelner Aktien. Eine einzige Aktie von Amazon, Apple oder Google (Alphabet) kann Hunderte oder sogar Tausende von Euro kosten. Mit einem Budget von 25 € schien es unmöglich, an der Erfolgsgeschichte dieser globalen Giganten teilzuhaben. Doch auch hier hat die technologische Entwicklung eine geniale Lösung hervorgebracht: Aktienbruchteile.
Das Prinzip ist einfach: Statt eine ganze Aktie kaufen zu müssen, können Sie einfach einen kleinen Teil davon erwerben. Wenn eine Amazon-Aktie beispielsweise 150 € kostet und Sie Ihren 25-Euro-Sparplan darauf einrichten, kaufen Sie automatisch 1/6 einer Amazon-Aktie. Monat für Monat sammeln Sie so weitere Bruchteile an, die zusammengenommen Ihr Vermögen bilden. Sie sind vollwertiger Aktionär, haben Anspruch auf einen anteiligen Teil der Dividende und partizipieren vollständig an der Kursentwicklung.
Sowohl Trade Republic als auch Scalable Capital haben diese Funktion tief in ihre Sparpläne integriert. Sie müssen nichts weiter tun, als Ihre Wunschaktie auszuwählen und den Sparbetrag festzulegen. Das System berechnet und kauft den entsprechenden Bruchteil automatisch für Sie. Dies ermöglicht es Ihnen, selbst mit kleinsten Beträgen ein breit gestreutes Portfolio aus den grössten Unternehmen der Welt aufzubauen, anstatt nur in günstige „Pennystocks“ investieren zu können, die oft ein viel höheres Risiko bergen. Diese Innovation ist ein weiterer entscheidender Baustein für den erfolgreichen Vermögensaufbau von der Pike auf.
Wie aus dem Verzicht auf zwei Kaffees pro Woche 10.000 € werden?
Der Gedanke, durch den Verzicht auf ein paar Kaffees reich zu werden, ist ein oft belächeltes Klischee. Doch hinter dieser vereinfachten Darstellung verbirgt sich die mächtigste Kraft beim Investieren: der Zinseszinseffekt. Albert Einstein soll ihn als das achte Weltwunder bezeichnet haben. Er bedeutet nichts anderes, als dass nicht nur Ihr eingezahltes Geld eine Rendite erwirtschaftet, sondern auch die bereits erzielten Gewinne selbst wieder Gewinne produzieren. Es ist ein exponentieller Wachstumsprozess.
Stellen wir uns vor, Sie investieren 25 € pro Monat. Das sind rund 6 € pro Woche – der Preis für zwei Kaffees in einem deutschen Café. Nach einem Jahr haben Sie 300 € eingezahlt. Nehmen wir eine durchschnittliche historische Aktienmarktrendite von 7 % pro Jahr an. Im ersten Jahr ist der Effekt kaum spürbar. Aber nach 10 Jahren haben Sie 3.000 € eingezahlt, Ihr Depotwert könnte aber bereits bei über 4.300 € liegen. Nach 30 Jahren haben Sie 9.000 € aus eigener Tasche investiert, aber dank des Zinseszinseffekts könnte Ihr Vermögen auf über 30.000 € angewachsen sein. Ihre Gewinne arbeiten unermüdlich für Sie.

Diese „Kaffee-Rendite“ verdeutlicht, dass nicht die Höhe des anfänglichen Betrags entscheidend ist, sondern die Disziplin und die Zeit. Jede noch so kleine Summe, die früh investiert wird, hat Jahrzehnte Zeit, für Sie zu arbeiten. Währenddessen zeigt eine Beispielrechnung, dass mit 100 Euro monatlich nach 20 Jahren sogar ein Endkapital von über 75.700 € möglich ist. Skaliert auf Ihre 25 €, wird das enorme Potenzial deutlich. Der Verzicht heute ist die finanzielle Freiheit von morgen.
Warum Sie bei kleinen Beträgen Banken mit fixen Ordergebühren meiden müssen?
Wenn der Zinseszinseffekt der Motor Ihres Vermögensaufbaus ist, dann sind hohe Gebühren das Gift, das diesen Motor langsam zerstört. Dies gilt insbesondere für kleine Sparraten. Traditionelle Filial- oder Direktbanken verlangen oft fixe Ordergebühren oder prozentuale Gebühren auf Sparplanausführungen. Was bei grossen Summen kaum ins Gewicht fällt, wird bei 25 € pro Monat zur absoluten Renditebremse.
Machen wir eine einfache Rechnung auf: Angenommen, Ihre Hausbank verlangt eine fixe Gebühr von 5 € pro Sparplanausführung. Bei einer Sparrate von 25 € entspricht das einer sofortigen Kostenquote von 20 %. Ihr Geld muss also erst einmal eine Rendite von 20 % erzielen, nur um die Gebühren wieder auszugleichen – ein fast unmögliches Unterfangen. Selbst eine scheinbar geringe Gebühr von 1,5 % des Ordervolumens, wie sie bei einigen etablierten Banken üblich ist, frisst bei einer 25-Euro-Rate wertvolle Cents, die nicht für Sie arbeiten können. Das Handelsblatt hebt hervor, wie Neo-Broker den Markt revolutioniert haben, während traditionelle Anbieter wie Comdirect mit Gebühren von 1,5 % des Ordervolumens für Kleinanleger unattraktiv bleiben.
Dieses „Kosten-Gift“ ist der Hauptgrund, warum der Vermögensaufbau mit kleinen Beträgen in der Vergangenheit so ineffizient war. Die Gebühren haben die potenzielle Rendite einfach aufgefressen. Die kostenlosen Sparpläne der Neo-Broker sind daher keine nette Dreingabe, sondern die absolute Grundvoraussetzung, damit Ihr Plan überhaupt funktionieren kann. Jeder Euro, den Sie an Gebühren sparen, ist ein Euro, der sofort in den Kreislauf des Zinseszinseffekts eintritt und über Jahrzehnte für Sie arbeiten kann. Die Wahl des richtigen, kostenfreien Anbieters ist somit keine Optimierungsfrage, sondern eine Existenzfrage für Ihre Anlagestrategie.
Wie Sie mit der „Einen-Prozent-Regel“ Ihre Sparrate schmerzfrei steigern?
Mit 25 € anzufangen ist ein fantastischer erster Schritt. Der Schlüssel zum langfristigen Erfolg liegt jedoch darin, diesen Betrag im Laufe der Zeit systematisch zu erhöhen, sobald Ihre finanzielle Situation es zulässt. Viele schrecken davor zurück, weil sie grosse Sprünge im Kopf haben. Die „Eine-Prozent-Regel“ ist ein psychologischer Trick, um die Sparrate fast unbemerkt und ohne Schmerzen zu steigern.
Das Konzept, abgeleitet von der Idee kleiner, kontinuierlicher Verbesserungen, lässt sich einfach umsetzen. Statt zu versuchen, Ihre Sparrate von 25 € auf 50 € zu verdoppeln, nehmen Sie sich vor, sie bei jeder Gelegenheit nur um einen kleinen, festen Betrag oder Prozentsatz zu erhöhen. Der beste Zeitpunkt dafür ist eine Gehaltserhöhung. Wenn Sie beispielsweise 100 € netto mehr im Monat verdienen, leiten Sie nicht die vollen 100 € auf Ihr Konsumkonto, sondern erhöhen Sie Ihren Sparplan sofort um 25 € oder sogar 50 €. Da Sie dieses Geld vorher nicht zur Verfügung hatten, spüren Sie den „Verzicht“ kaum.

Ein weiterer Ansatz ist, die Sparrate jedes Jahr pauschal um einen kleinen Betrag, zum Beispiel 5 oder 10 €, zu erhöhen. Dies gleicht nicht nur die Inflation aus, sondern beschleunigt Ihren Vermögensaufbau erheblich. Die Anpassung der Sparrate ist in den Apps der Neo-Broker mit wenigen Klicks erledigt. Indem Sie diesen Prozess automatisieren und sich feste Termine für die Überprüfung setzen, wird die Steigerung zur Gewohnheit und nicht zur schmerzhaften Entscheidung.
Ihr Plan zur schmerzfreien Sparraten-Steigerung
- Jährliche Inflationsanpassung: Erhöhen Sie Ihre Sparrate zu Beginn jedes Jahres automatisch um mindestens 2-3 % oder einen festen Kleinbetrag (z.B. 5 €).
- Gehaltserhöhungen nutzen: Leiten Sie bei jeder Gehaltserhöhung sofort 50 % des Netto-Zuwachses in Ihren Sparplan um, bevor Sie sich an das zusätzliche Geld gewöhnen.
- Prozess automatisieren: Passen Sie die Sparrate direkt in Ihrer Broker-App an. Richten Sie sich einen jährlichen Kalendereintrag zur Überprüfung und Anpassung ein.
- Einmalige Einnahmen: Leiten Sie einen Teil von Boni, Steuererstattungen oder Geldgeschenken direkt in Ihre Anlage.
- Psychologie anwenden: Betrachten Sie die Erhöhung nicht als Verzicht, sondern als Investition in Ihre zukünftige finanzielle Unabhängigkeit.
Pantoffel-Portfolio oder 70/30:Wie erzielen Sie einen positiven Cashflow trotz hoher Zinsen und Bewirtschaftungskosten?
Die Begriffe im Titel – positiver Cashflow, hohe Zinsen, Bewirtschaftungskosten – stammen typischerweise aus der Welt der Immobilieninvestments und sind für einen 25-Euro-ETF-Sparplan grösstenteils irrelevant. Dies ist eine gute Nachricht, denn es macht Ihre Strategie unendlich viel einfacher. Ihr Fokus sollte nicht auf einem laufenden „Cashflow“ liegen, sondern auf maximalem langfristigem Wachstum. Die beste und einfachste Methode hierfür ist das sogenannte „Pantoffel-Portfolio“.
Dieser charmante Name beschreibt eine extrem simple und passive Anlagestrategie, die sich perfekt für Einsteiger eignet. Statt zu versuchen, verschiedene Anlageklassen wie Anleihen (der „sichere“ Teil in einem 70/30-Portfolio) zu mischen, konzentrieren Sie sich zu Beginn voll und ganz auf eine einzige, breit gestreute Anlage. Der Finanz-Experte Finanzfluss bringt es auf den Punkt:
Für den 25-Euro-Sparer ist ein simpler Welt-ETF wie der MSCI World das ‚Pantoffel-Portfolio für Kleinstanleger‘
– Finanzfluss, ETF-Guide für Anfänger
Ein ETF auf den MSCI World Index ist die perfekte Wahl für den Start. Mit nur einem einzigen Sparplan investieren Sie automatisch in über 1.500 Unternehmen aus mehr als 20 Industrieländern. Sie kaufen quasi ein winziges Stück der gesamten Weltwirtschaft. Das Risiko ist maximal gestreut, und Sie müssen sich keine Gedanken über die Auswahl einzelner Aktien oder die richtige Mischung machen. Für einen Sparbetrag von 25 € ist dies die mit Abstand effizienteste und sinnvollste Strategie. Über eine komplexere Aufteilung wie 70/30 (70 % Aktien, 30 % Anleihen) können Sie nachdenken, wenn Ihr Depot eines Tages eine signifikante Grösse von über 10.000 € erreicht hat.
1,50 € oder kostenlos: Welcher Broker ist der beste für kleine Sparraten?
Wir haben bereits festgestellt, dass Kosten der grösste Feind des Kleinanlegers sind. Die Wahl des Brokers ist daher keine Geschmacksfrage, sondern eine rein mathematische Entscheidung. Für eine Sparrate von 25 € ist die Antwort eindeutig: Nur ein Broker mit dauerhaft kostenlosen Sparplänen ist eine sinnvolle Option. Jeder Anbieter, der eine fixe oder prozentuale Gebühr verlangt, scheidet automatisch aus.
Die führenden Neo-Broker in Deutschland – Trade Republic und Scalable Capital – sind hier die klaren Spitzenreiter. Sie bieten nicht nur kostenlose Ausführungen, sondern auch eine riesige Auswahl an ETFs und Aktien. Aber auch einige etablierte Direktbanken haben nachgezogen. Die ING beispielsweise bietet ebenfalls eine grosse Auswahl an kostenlosen ETF-Sparplänen an. Der entscheidende Unterschied liegt oft im Detail: Neo-Broker sind meist reine App-Anwendungen, während Direktbanken wie die ING auch ein vollwertiges Online-Banking mit Girokonto etc. anbieten.
Die folgende Übersicht vergleicht die wichtigsten Anbieter speziell für den Anwendungsfall „25-Euro-Sparplan“. Anbieter mit Gebühren wie die Comdirect (1,5 %) sind zwar aufgeführt, dienen aber primär als Vergleichsmassstab, um den immensen Vorteil der kostenlosen Modelle zu verdeutlichen.
| Broker | Sparplangebühr | Anzahl ETFs | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Trade Republic | 0€ | 2.600+ | Vollbanklizenz, Zinsen auf Guthaben |
| Scalable Capital | 0€ | 2.700+ | Prime+ Flatrate für Viel-Trader |
| ING | 0€ | 1.100+ | Etablierte Direktbank |
| Comdirect | 1,5% | 200+ | Filialbank-Service (teuer) |
Für den reinen Vermögensaufbau mit einem ETF-Sparplan sind Trade Republic und Scalable Capital aufgrund ihrer riesigen Auswahl und der einfachen Bedienung oft die erste Wahl. Wenn Sie bereits Kunde bei der ING sind, können Sie aber auch dort problemlos und kostenfrei starten. Wichtig ist nur die eine Regel: Ihre Sparplanausführung muss 0 € kosten. Punkt.
Das Wichtigste in Kürze
- Kosten sind entscheidend: Wählen Sie ausschliesslich einen Broker mit 0 € Sparplangebühren, da jede Gebühr Ihre kleine Rendite überproportional schmälert.
- Regelmässigkeit schlägt Betragshöhe: Ein disziplinierter 25-Euro-Sparplan über 30 Jahre ist wertvoller als eine unregelmässige Anlage von 100 €.
- Automatisierung ist der Schlüssel: Richten Sie einen „Set-and-Forget“-Sparplan ein, um emotionale Entscheidungen zu vermeiden und den Zinseszinseffekt maximal zu nutzen.
Wie bauen Sie ein Vermögens-System, das ohne Ihre ständige Eingriffe wächst?
Der grösste Vorteil des Investierens per Sparplan ist die Möglichkeit, ein System zu schaffen, das vollautomatisch im Hintergrund für Sie arbeitet. Dies schützt Sie nicht nur vor emotionalen Kurzschlussreaktionen bei Marktschwankungen, sondern sorgt auch für die nötige Disziplin. Wir nennen dies den „Vermögens-Autopilot“.
Die Einrichtung ist denkbar einfach. Zuerst richten Sie bei Ihrer Hausbank einen Dauerauftrag über 25 € auf Ihr Verrechnungskonto beim Neo-Broker ein. So stellen Sie sicher, dass das Geld pünktlich und ohne Ihr Zutun für die Investition bereitsteht. Im zweiten Schritt wählen Sie in der Broker-App Ihren gewünschten ETF (z.B. auf den MSCI World) und richten den Sparplan ein. Hierbei ist eine Einstellung besonders wichtig: Wählen Sie einen thesaurierenden ETF. Das bedeutet, dass anfallende Dividenden nicht an Sie ausgeschüttet, sondern automatisch wieder in den ETF reinvestiert werden. Dies maximiert den Zinseszinseffekt, da auch Ihre Dividenden sofort wieder anfangen, für Sie zu arbeiten.
Ein letzter, aber wichtiger administrativer Schritt in Deutschland ist die Einrichtung eines Freistellungsauftrags. Jeder Bürger hat einen Sparerpauschbetrag (aktuell 1.000 € für Singles pro Jahr) auf Kapitalerträge. Richten Sie diesen bei Ihrem Broker ein, damit Ihre Gewinne bis zu dieser Höhe steuerfrei bleiben. Sobald dieses System einmal steht, lautet die wichtigste Regel: Finger weg! Deaktivieren Sie die Push-Benachrichtigungen der App und widerstehen Sie der Versuchung, täglich auf die Kurse zu schauen. Ihr System arbeitet am besten, wenn Sie es in Ruhe lassen und nur einmal im Jahr überprüfen, um ggf. die Sparrate anzupassen.
Häufig gestellte Fragen zum Vermögensaufbau mit kleinen Beträgen
Ab welchem Vermögen macht ein 70/30-Portfolio Sinn?
Für absolute Einsteiger ist ein einzelner, breit gestreuter Aktien-ETF die beste Wahl. Erst ab einem Depotvolumen von etwa 10.000 € kann man darüber nachdenken, zur Risikoreduzierung einen Anteil an sichereren Anlagen wie Anleihen-ETFs beizumischen. Darunter sind die Komplexität und die potenziell geringere Rendite den Aufwand nicht wert.
Sollten 25€-Sparer auf Cashflow fokussieren?
Nein, definitiv nicht. Der Fokus auf Cashflow (z.B. durch ausschüttende Dividenden-ETFs) ist für Anleger sinnvoll, die von ihren Erträgen leben wollen. Bei einem 25-Euro-Sparplan ist das Ziel der langfristige Vermögensaufbau. Daher sind thesaurierende ETFs, die alle Erträge sofort wieder anlegen, die weitaus bessere Wahl, um den Zinseszinseffekt zu maximieren.
Wie relevant sind Zinsen für ETF-Sparpläne?
Das allgemeine Zinsniveau, über das in den Nachrichten oft im Zusammenhang mit Krediten oder dem Sparbuch gesprochen wird, hat nur einen indirekten Einfluss auf langfristige ETF-Sparpläne. Die Entwicklung der globalen Aktienmärkte hängt von der Profitabilität der Unternehmen ab, nicht direkt vom Leitzins der EZB. Für einen Anlagehorizont von 10, 20 oder 30 Jahren sind kurzfristige Zinsschwankungen daher zu vernachlässigen.